Langsam

Shownotes

Langsam gehen wir vom Gas. Langsam heißt, nicht trödeln, sondern sich seiner Macht
bewusst sein. Die Queen ist auch nicht mit hektischen Bewegungen unterwegs.
Daran nehmen wir uns ein Beispiel. In unserem täglichen Tun opfern wir der
Geschwindigkeit so Einiges. Hingegen mit der Langsamkeit dürfen wir Erstaunliches
entdecken. Auch unsere Zimmerpflanzen mögen unsere Langsamkeit.
Was wir sonst noch so gewinnen, wenn wir statt schneller langsamer sind,
darum geht es in dieser Folge von KÖRNER SAMT SOFA.
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00:00:14: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Körner Samtsofa.

00:00:18: Liebe Carina, es ist ganz wunderbar, dass du da bist!

00:00:22: Hallo Cosima.

00:00:23: Es ist auch wie immer sehr schön wieder bei dir zu sein.

00:00:28: Wir sprechen heute über das Thema Langsam.

00:00:33: Und da würde ich gerne mal in aller Ruhe mit dir drüber sprechen?

00:00:38: Ja,

00:00:39: sehr gern.

00:00:42: Das ist ja so ein bisschen was finde ich was man auch verlermt hat, gerade in unserer heutigen Zeit.

00:00:54: Wir stecken da wie in so einem Rad, das immer mehr noch durch die Bewegung im Rad weiter angetrieben wird und man hat mal auch so das Gefühl es wird dann immer schneller bis nach fest kommt ab.

00:01:11: Ja, ich meine wenn man sich mit diesem Thema ein bisschen beschäftigt dieses Dinge langsam zu machen bewusst zu machen Sich Zeit zu nehmen das ist ja was was total gut tut und Was so einen ja was einfach auch glücklich macht.

00:01:32: Und da frage ich mich wie wir da wieder hinkommen dass uns das gelingt.

00:01:41: Ja, ich glaube da ist es immer ganz hilfreich so eine Gewinn- und Verlustrechnung aufzustellen.

00:01:47: Also was gewinne ich durch meine vermeintliche Geschwindigkeit?

00:01:51: Und was verliere ich dadurch?

00:01:55: Und ungekehrt genauso, was gewinn' ich durch eine bewusste, langsame Bewegung durch mein Leben?

00:02:06: Ich glaube da Gewinn und Verluß.

00:02:10: Wenn wir uns das genauer betrachten, kann schon hilfreich sein.

00:02:14: Und

00:02:16: oftmals ... Ich finde es ist so ein bisschen auch negativ belastet diese Langsamkeit,

00:02:20: weil's

00:02:20: ganz oft mit diesem

00:02:22: Trödel

00:02:24: in Verbindung gebracht wird.

00:02:25: Also wer langsam ist, der trödelt und das is ja nicht ganz fair.

00:02:28: Nein!

00:02:29: Und auch nicht ganz wirklich intelligent.

00:02:34: Ja, da hast du recht.

00:02:37: Es ist halt wie so oft, da wir sind alle Opfer unserer Erziehung.

00:02:42: Und ich glaube das Trödeln wird uns schon ziemlich angekreidet als Kinder und dabei ist es ja... Wir sind die ultimativen Lehrmeister auch für unsere Eltern weil in dem Moment wo wir sehr lange brauchen, um unseren rechten Gummistiefel anzuziehen und dann noch etwas ganz Wichtiges tun müssen.

00:03:13: Bevor wir dann den linken Gummestiefel eventuell ansehen in der Zeit – das ist das Leben!

00:03:19: Das ist auch so ein Moment, der kommt ja nie wieder zurück.

00:03:23: Also unsere Kinder würden uns da enorm dabei helfen, Momente wirklich erleben zu können was halt oft passiert ist, steigt dann der Blutdruck

00:03:37: in

00:03:37: dem Moment.

00:03:39: Der Blick auf die Uhr gibt uns dann den Rest.

00:03:43: und da stelle ich mir auch die Frage wie hat eigentlich diese Uhr erfunden?

00:03:48: Weil damit sind wir ja nicht auf diesen Planeten gekommen.

00:03:53: Die Sterne angeguckt und die Himmelskörper und die Sonne und haben so die Jahreszeiten wahrscheinlich festgestellt.

00:04:00: aber Dieser Sekundenzeiger.

00:04:05: Das muss auch so eine Ausgeburt der Hölle sein,

00:04:07: ne?

00:04:08: Und dann noch Sommer und Winterzeit.

00:04:09: Und dann uns immer nochmal eine Stunde nehmen.

00:04:13: Ja!

00:04:15: Und wieder zurückgibt aber halt Zeitverzüger.

00:04:18: Das ganz Interessante ist ich hatte neulich mal ein Gespräch mit einem jungen... jungen Erwachsenen und habe ihn gefragt, ob seine Arbeit ihm den Spaß macht.

00:04:29: Und da sagte er mir, wenn man mir die Zeit lässt, die Projekte in Ruhe zu bearbeiten dann macht es mir Spaß!

00:04:40: Und ich finde das war sowas... Ich hätte mit jeder Antwort gerechnet, aber nicht damit.

00:04:47: Und das

00:04:47: zeigt eigentlich auch ganz gut wie wichtig es für das eigene Wohlergehen sein kann und dass Langsamkeit gewährt wird.

00:04:57: Manchmal habe ich schon ein bisschen den Eindruck, dass die Art und Weise wie uns unser Leben signalisiert wird, dass das ist was Erfolg macht oder das ist das was richtig ist und dass er eigentlich gar nicht so gesund für uns ist.

00:05:13: Vielleicht auch so.

00:05:13: mit dieser Geschwindigkeit verlieren wir ja doch so einiges.

00:05:20: Also, wir meinen wir gewinnen dadurch aber der Verlust ist sehr schon markant.

00:05:26: und nur um vielleicht auch mal so ein paar Dinge da aufzuzählen... unsere Fähigkeit und Möglichkeit uns gegenseitig zu verstehen, also wirkliches Verständnis zu erzeugen.

00:05:43: Das ist ein Opfer der Geschwindigkeit.

00:05:45: Also selbst die hellwachesten Menschen in der Interaktion mit anderen Menschen wenn wir zu schnell dran sind opfern wir wirklich es verstehen was wir auch opfern oder auf dem auf der Rennbahn der Geschwindlichkeit da so hinten rausfliegt unsere Erinnerungen, also die Möglichkeit und Fähigkeit wirkliche Erinnerung zu entwickeln.

00:06:15: Und aufzubauen und die festzuhalten.

00:06:18: Also einfach raus aus dem Fenster.

00:06:23: Was ich glaube auch ein Opfer ist das sich persönlich wahnsinnig bedauert.

00:06:29: was wir der Geschwindigkeit opfern is die heitere Verwunderung Über die Dinge, die uns so passieren oder die wir so bemerken können wenn wir etwas langsamer zugange sind.

00:06:45: und diese heitere Verwunderung finde ich.

00:06:48: Die ist ja auch immer ganz nah am glücklich

00:06:51: sein dran.

00:07:00: Absolut!

00:07:01: Also Langsamkeit ist ein Glücksbringer.

00:07:06: Ich bin überzeugend, dass wenn wir Dinge wieder lernen langsam zu machen.

00:07:10: Dann macht es uns auch wieder Freude, manche Dinge wieder schneller zu machen.

00:07:15: Ja dann können wir die Schnelligkeit unter Umständen auch genießen.

00:07:18: Jetzt ist es ja ein... jetzt ist es unser tägliches Sein

00:07:23: Total, also absolut so.

00:07:25: Es ist ja immer dann dieses Wechselspiel was auch unser Mensch sein irgendwie so bereichert.

00:07:32: Das heiß und kalt oder das hoch und tief oder das schnell und langsam... Jeder menschliche Akt wird dadurch reicher.

00:07:40: Und es stimmt aber ohne das Langsame können wir das Schnelle nicht mehr wirklich genießen oder da kein echten Gewinn draufziehen.

00:07:53: Und gibt es so Tipps oder gibt es Möglichkeiten, auch für sich wieder in die Langsamkeit zu kommen Dinge zu machen, die einen dazu zwingen etwas langsamer zu gehen?

00:08:08: Also immer wenn wir uns zu etwas zwingeln, werde ich mal ganz hellhörig.

00:08:14: Weil unter Zwang tun wir seltsame Dinge.

00:08:19: Ich glaube wo wir uns aber den Reiz verschaffen können oder die Lust aufs Langsamen wecken können.

00:08:29: Das habe ich mal so eine ganz einfache Übung und du musst jetzt mal mitmachen, unsere Zuhörer sind auch ganz herzlich eingeladen, das vorausgesetzt man hört uns zu in einer Situation wo man kurz die Augen zumachen kann.

00:08:52: Also bitte beim Autofahren die Augen offen halten.

00:08:54: Aber also alle anderen, die die Augen gerade zumachen können, die Augen kurz schließen und dann mit geschlossenen Augen den rechten Zeigefinger, die rechte Zeigefingerspitze auf die Nasenspitze setzen und dann die Augen wieder aufmachen.

00:09:13: Und getroffen?

00:09:14: Das sieht sehr gut aus.

00:09:15: bei dir!

00:09:19: In dem Moment wo du das tust, wird ein Teil unseres Gehirns aktiviert und mobilisiert.

00:09:30: Das ist immer so wie es Grundrauschen einfach so präsent ist und es wird so ins Bewuste hervorgeholt.

00:09:38: Und also das nennt sich Propriozeption, die tiefen Sensibilität Und das ist eine Fähigkeit in unserem Gehirn, ohne die könnten wir die Treppe nicht hochlaufen oder auch nicht im Dunkeln irgendwas essen.

00:09:55: Das ist unsere Karte, die wir im Gehirnt haben – unsere Landkarte wo sich zu jeder Zeit so unsere Gliedmaßen befinden.

00:10:05: und wenn wir einen Moment lang uns dazu einladen, diese Landkarte in unser Bewusstsein.

00:10:16: Also ins Hobbler-Eier, das brauche ich jetzt damit ich da meine Nase treffe dann entschleunigt automatisch alles andere was wir tun.

00:10:28: Ein sehr spannendes kleines Phänomen und Auch etwas, was man auch machen kann, da muss man die Augen gar nicht irgendwie zumachen.

00:10:40: Aber es ist diese ... Die Buddhisten betreiben das ja auch sehr gerne, diese Walking Meditation also wo man dann so ganz bewusst mal ein Fuß vor den anderen setzt und dann vielleicht hält man's über mehrere Schritte aus, den Gedanken immer wenn ich mein Fuß auf der Erde setze oder auf dem Boden gebe ich der Erde irgendwas Schönes ab einen guten Wunsch an immer die Sonne zur richtigen Zeit, genügend Wasser wo es gebraucht wird.

00:11:13: Also ein Positivgedanken mit jedem Schritt.

00:11:18: Das hält man am Anfang gar nicht lange durch oder die meisten von uns und das ist aber...das holt uns auch maximal so in den aktuellen Moment und in die Langsamkeit.

00:11:31: Ein letzter Tipp vielleicht?

00:11:33: In der Geschwindigkeit geht es uns ja oft darum, dass wir möglichst viel erreichen oder möglichst viel schaffen oder vorankommen.

00:11:41: Das treibt uns in die Schnelligkeit und ins Gegenteil der langsamen Herangehensweise.

00:11:49: Da habe ich mal vor Jahren was auch gelesen, das ist seither wirklich so bei mir geblieben, Wenn man sich das Englische Königshaus anschaut, wenn man sich die Queen angeguckt hat.

00:12:19: Die hat nicht hektische Bewegungen gezeigt.

00:12:24: Das war der Premierminister, der dann irgendwie ganz schnell durch die Heulen geflitzt ist und eher in hektischen Bewegungen sich der Queen genährt hat.

00:12:37: Also es ist ... Macht.

00:12:43: Ich meine, es gibt ja Dinge da schaffen wir es langsam zu sein also in der Beziehung irgendwas körperliches.

00:12:49: Also

00:12:49: kann man schon mal auch schnell machen.

00:12:53: Ja also da schaffen wie.

00:12:54: er ist ja eigentlich ganz gut auch mal Dinge langsam zu machen weil wir da genießen und im Alltag ist das ein bisschen weit weg.

00:13:04: Und ich finde so Dinge Wie sieht denn deine Woche aus?

00:13:08: oder was machst du die nächsten Tage?

00:13:10: Ich sag jetzt nicht, es klingt wie eine Floskel.

00:13:12: Aber eigentlich geht's ja drum, wie gehts denn dir jetzt?

00:13:16: Und ich glaub ... Wenn man vielen Menschen diese Frage stellen würde, dann hätten sie das Gefühl, man ist nicht mehr, wenn man tickt, nicht mehr ganz recht, so ne Frage zu stellen und dabei ist es was Wunderschönes.

00:13:29: Also, ich finde, das ist ein ganz schöner Moment.

00:13:32: Ja.

00:13:33: Wenn man

00:13:33: das

00:13:34: gefragt wird und darauf auch ehrlich oder antworten

00:13:38: kann.

00:13:39: Aber es ist etwas, was es ganz selten noch gibt.

00:13:44: Was du da auch ansprichst, dieses dass wir in unseren Interaktionen mit anderen Menschen... Wir schütten immer noch mehr Wasser auf dieses Mühlenrad, das sich da sehr schnell und immer schneller dreht.

00:14:00: Das machst du in den nächsten Tagen.

00:14:01: Sie sehen deine Pläne am Wochenende aus.

00:14:03: Wo ist denn der nächste Urlauber?

00:14:04: Wo geht er hin?

00:14:06: Es ist immer so weiter nach vorne, weiter nach vorn.

00:14:09: Und eigentlich wäre es schon mal auch gut, zu seinen Sprachnachrichten oder den Podcast nicht auf eine Fünffache Geschwindigkeit zu hören.

00:14:20: Sondern wirklich auf die normale Geschwindigkeitsreduzieren um die Dinge bemerken zu können.

00:14:30: und da bin ich auch der Meinung Die Dinge wollen ja bemerkt werden also Gegenstände um uns herum, vielleicht weniger.

00:14:42: Wobei man jetzt auch weiß, dass unsere Zimmerpflanzen auf uns reagieren.

00:14:47: Also wenn wir sie bemerken und dann vielleicht sogar noch freundlich und halter mit ihnen sprechen, dann wachsen die besser.

00:14:55: Also die Dinge um uns herum wollen ja bemerkt werden.

00:14:59: Und es geht nicht in der eins, zwei fünffachen Geschwindigkeit oder der doppelten Geschwindigkeits- oder dreifach.

00:15:17: Gibt es noch was Karina, was du gerne noch mitteilen möchtest?

00:15:22: Was wichtig wäre.

00:15:23: Ich habe da noch zwei Gedanken.

00:15:27: Der eine Gedanke ist dass wir aus der Geschwindigkeit mit der wir unterwegs sind die sehr oftmals etwas was wir uns erarbeitet haben das wir gelernt haben was zu einer Gewohnheit geworden ist also unsere Geschwindigkeit schnell oder langsam Mechanismus, den wir uns angeeignet haben.

00:15:51: Wenn wir gut mit dem unterwegs sind, wenn es uns da gut geht dabei, dann lasst mir das so und passt es.

00:15:58: Wenn ich aber merke die Geschwindigkeit, die ich mir angeeignet habe, die kostet mich eigentlich Kraft und tut mir nicht so gut, dann ist wirklich das einfache Wissen darum dass die Geschwindigkeit die mich zu einem früheren Zeitpunkt gerettet hat kann mir tatsächlich heute Schaden.

00:16:21: Um den Schaden abzubenden, ist es gut vom Gas zu gehen wie auf der Rennstrecke und die Kurve kommt.

00:16:30: Und das Zweite was ich auch noch gerne kurz ansprechen möchte... Ich glaube darüber haben wir selten so eine Reflexionsfläche und deshalb mag ich sie hier anbieten.

00:16:50: Immanuel Kant hat es mal so formuliert, unsere Hände sind der sichtbare Teil unseres Gehirns.

00:17:01: Also wenn ich dann meine Händen bei ihrer Tätigkeit zusehe und das ist ein schönes Gefühl, wenn sich da eine Effizienz eingestellt hat in dem was ich da so tue ist dann auch gut, dann kommt man so in Flow und ist da ganz bei sich.

00:17:22: Und wenn ich meinen Händen dabei zugucke wie sie

00:17:26: hektisch

00:17:26: werden oder vielleicht sogar zittrig werde, dass ich das als Hinweis nehme jetzt... Das ist die Überforderung meines Gehirns.

00:17:39: also unsere Hände sind der sichtbare Teil unseres Gehirn hier die Bewegung aus der Langsamkeit heraus in eine Hektik kommen, dann ist höchste Zeit dass wir uns hinsetzen und die Augen auf was Schönes richten.

00:18:02: Spannend!

00:18:05: Ich finde wenn man in einer Gruppe ist im Kreis bei einem Abendessen und die Menschen sind sehr hektisch oder sprechen hektische Also mir geht es so, dann ist das total ermüdend.

00:18:23: Was du da ansprichst auch, dass wir in einem Gespräch, indem man sich Zeit nehmen darf wirklich über eine Frage nachzudenken oder sich auch ganz radikaler Gedanke die Zeit dafür nimmt zu überlegen was möchte ich denn mit unserer Unterhaltung passiert für uns beide.

00:18:50: Wenn das erlaubt ist, dann ist es ein absoluter Genuss!

00:18:56: Wir wären eigentlich bei unserem Ritual Carina.

00:19:00: Es sei denn es gibt noch einen letzten Punkt, weil ich denke es könnte sein wie ich dich da vor mir sehe?

00:19:11: Ich würde uns ganz gerne so eine letzte Frage mitgeben.

00:19:18: Und wirklich auch ganz bewusst kostet Dich Deine Geschwindigkeit, Deine Freude.

00:19:30: Die Frage, wenn ich mir so im Laufe des Tages mal stelle, kostet mich meine Geschwindigkeits-Meinefreude?

00:19:38: Dann ist unser Körper und unser Gehirn so unendlich klug.

00:19:44: bei mit der Frage.

00:19:46: Ich muss mir die gar nicht bewusst Beantworten, mein Körper kann das beantworten.

00:19:51: Habe ich das Gefühl... Mein linker Fuß geht vom Gas.

00:19:58: Nee rechts ist das Gas!

00:20:02: Ich war jetzt gerade in Dublin.

00:20:04: Nicht als auch?

00:20:04: Ja.

00:20:05: Wo ist denn das

00:20:05: Gas?

00:20:06: Wir sind so entspannt, dass es fährt also rechts, links.

00:20:09: Da

00:20:13: grunzen Autofahrer.

00:20:15: Ich bin so entspannter, weiß gar nicht mehr wie das geht.

00:20:22: Ich kann sie jetzt nicht auch nicht sehen.

00:20:26: Richtig ist doch es gar nicht.

00:20:32: Die ganze Autofahr, Bildgebung einfach verkackt.

00:20:41: Ja also egal du hast recht wenn man so entspannt ist.

00:20:46: was ich sagen wollte das Wichtige ist dass unser Körper sofort innehält.

00:20:54: in dem Moment wo wir uns die Frage stellen, kostet mich meine Geschwindigkeit und meine Freude.

00:21:01: Und wenn die Antwort ist, es passt alles, das ist alles gut dann so weitermachen.

00:21:09: Toll!

00:21:10: Danke.

00:21:11: Bitte.

00:21:12: Dann würde ich jetzt zu unserem Ritual kommen?

00:21:15: Ja wohl.

00:21:17: Ich suche ein Wort aus unserem Brockhaus dass da wäre der Garten Eden.

00:21:31: Eden, also die paradiesischen Zustände.

00:21:40: Das steckt ja schon so eine Tragik auch dahinter.

00:21:43: Da sind wir vertrieben worden nach der Geschichte und da gibt es eine ganze Vielzahl von Interpretationen.

00:21:52: was das dann eigentlich bedeutet hat nicht dass wir aus dem Gemüsegarten rausgeworfen worden sind sondern dass mit dem Aus dem Garten Eden heraustreten uns unsere Zeit nicht mehr gehört hat, unsere Zielsetzungen nicht mehr wirklich gehört haben.

00:22:13: Also eigentlich laut einer Interpretation das ganze Übel unserer modernen Existenz mit dem Verlassen des Gartenedens einhergekommen ist.

00:22:32: Und ich bin aber der Meinung, dass wir uns unsere paradiesischen Zustände jederzeit wieder erschaffen können und dass wir dann niemanden fragen müssen und auch eigentlich im Grunde gar nicht wirklich jemandem brauchen.

00:22:46: Unser paradiesischer Zustand ist mit Zeit und Heiterkeit und Freude die Dinge so zu erleben wie sie sind – der Garteneden!

00:23:04: Ganz langsam.

00:23:11: Liebe Carina, vielen Dank für die Dinge über die Langsamkeit, über das Thema Langsam, über viele interessante Einblicke wie ich finde, kleine

00:23:23: Übungen... einfach toll!

00:23:30: Vielen dank allen, die unseren Podcast Körner Sam Sofa lauschen und gerne auch abwunden.

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