Mama
Shownotes
Mama, alles Gute zum Muttertag, schreiben wir einmal im Jahr auf eine Grußkarte.
Wohlwissend, dass wir der Tiefe und Weite unserer Gefühle zu unseren Müttern
damit in keinster Weise gerecht werden.
Unsere Mamas, genauso wie unser eigenes Mama-Sein, sind komplex und vielschichtig und
reichhaltig und schmerzlich, und dann auch noch, mit etwas Glück, voller Glück!
Reinhören. Eintauchen. Verändert wieder auftauchen.
KÖRNER SAMT SOFA. Zum Glück. Der Podcast.
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00:00:14: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Körner Samtsofa.
00:00:19: Liebe Carina, schön dich hierzusehen!
00:00:22: Hallo Cosima, Sie da schön?
00:00:24: Hierzu sein!
00:00:26: Carina heute haben wir ein ganz arg schönes Thema.
00:00:32: so wie ich kann es oft einfach.
00:00:34: Es geht um Mama.
00:00:37: Ja
00:00:38: Da würde ich gern mit dir auf der einen Seite über die eigene Mama sprechen, die ja jeder von uns hat und über das Mama sein.
00:00:48: Das sind ein paar Menschen ja auch tatsächlich erleben.
00:00:52: Lass uns mal mit der eigenen Mama anfangen!
00:00:56: Die gibt uns ja ganz viel mit, die prägt uns.
00:01:01: Was ist denn das was die eigene mama so alles mit auf den Weg
00:01:05: gibt?
00:01:08: Ja also... ganz vielschichtig, ganz ohne Frage.
00:01:13: Und da gibt es auch wahnsinnig viele Forschung darüber und auch Beobachtungsstudien und also so Bindungsstil, Kommunikationsverhalten, Umgang mit Konflikt – eigentlich ganz viel unseres sozialen Repertoires, auch umgang mit Emotionen, also die Regulation unserer Emotions.
00:01:40: Wir lernen wahnsinnig viel von unseren Müttern, oder sie prägen uns.
00:01:46: Das ist ganz ohne Frage und ich würde aber auch gerne direkt mal unsere Perspektive da auf einen ganz besonderen Aspekt legen der sich mal so ein bisschen unabhängig oder außerhalb der Psychologie befindet.
00:02:07: es gibt dann von Nayirah Wahid, eine Poetin und Dichterin über die man selber relativ wenig weiß.
00:02:17: Die schützt sehr ihre Privatsphäre.
00:02:21: Aber sie hat mal geschrieben ... Meine Mutter war mein erstes Land.
00:02:39: der erste Ort, an dem ich jemals gelebt habe.
00:02:43: Und ich glaube das, während wir über Mama und unsere Mütter und übers Mama sein sprechen, wenn das so mitschwingen darf... Ich finde es eröffnet eine Perspektive die da auch wirklich unbedingt Platz haben sollte.
00:03:12: Das ist ein wunderschönes Zitat.
00:03:17: In dem Moment, in dem du das vorliest ist man sofort in dieser Welt mit seiner Mama und es ist eigentlich schade dass man das so ein bisschen vergisst.
00:03:28: Dass ja diese Reise die beginnt mit der eigenen Mama und das ist ja was ganz Tolles
00:03:36: Ja und ich glaube
00:03:40: uns
00:03:40: das als Mensch und in unserer Psyche, auch in unserem Wohlergehen oder Glück unheimlich zuträglich ist wenn wir uns daran immer mal wieder erinnern.
00:03:54: Also dieses mit dem Leben so wie du hier sitzt und ich hier sitze haben unsere beiden Mütter was sehr Unfassbares ermöglicht.
00:04:12: Wir nehmen es dann immer so als selbstverständlich hin oder ärgern und wundern uns über die Dinge, die nicht so laufen.
00:04:20: Das Leben an sich, das haben wir uns tatsächlich unsere Mamas
00:04:25: ermöglichen.
00:04:34: Ist es denn wirklich so wie dieses Klischee?
00:04:39: Ja, so besagt dass es bei dir in deiner Praxis auf deiner besagten Couch ja schon auch öfter mal um das Thema Mama geht.
00:04:48: Ist das so?
00:04:52: Also das Klischee, das man so in den Filmen sieht.
00:04:55: und ja stimmt ganz einfach die Beziehung, die wir zu unseren Müttern haben und auch die Botschaften, die unsere Mütter uns so mitgeben.
00:05:09: Die haben halt Wirkung!
00:05:12: Und wenn alles gut läuft dann sitzen ja die Leute nicht bei mir auf der Couch aber wenn es nicht gut läuft ist das immer mal wieder wirklich auch ein ganz ernsthaften und gleichzeitig respektvollen und wertschätzenden Blick Wert.
00:05:32: Was würde da jetzt meine Mama dazu sagen?
00:05:35: Oder was hat sie mir so auf der Reise mitgegeben.
00:05:41: Wenn wir über Mama sprechen, sprechen wir auch über das Mamasein und das Mamawerden ... Das ist ja auch noch mal was uns sehr prägt.
00:05:52: Und wo wir auf der anderen Seite auch das, was uns geprägt hat von unserer Mama ein Stück weit mitnehmen.
00:06:01: Ja.
00:06:02: Da hört man dann die eigene Mutter oft aus dem eigenen Mund sprechen.
00:06:06: Das stimmt!
00:06:10: Und gleichzeitig ist es aber auch so ein ganz eigenes Wunder, dass selbst Mama werden, also ein Kind auf die Welt erst in sich wachsen zu lassen und dann auf die Weltsubringen... Es ist ein heiliger Akt der eine Mächtigkeit hat und uns so unglaublich nah an ein Gefühl von Leben schenken, möglichem Sterben bringt.
00:06:46: Es ist immer mit Worten vielleicht gar nicht so leicht zu beschreiben.
00:06:54: Und am Ende ist es dann auch so wenn wir dann Mama werden bekommen.
00:07:03: Wir haben ja dann dieses Kind eigentlich nicht, also es kommt ja durch uns auf diese Welt und dann ist das Kind ein ganz eigener Ausdruck von Lebendigkeit und diese Lebendkeit will für sich selbst dieses Leben gestalten und spüren und wachsen.
00:07:27: Also im Grunde haben wir dann keine Kinder, sondern wir schenken oder wir geben Lebendigkeit.
00:07:37: Und das ist auch etwas anderes dürfen wir uns immer mal wieder erinnern vor allen Dingen wenn sie dann zum zwanzigsten Mal ihre Schultage irgendwo hingeworfen haben und dieser Anweisung nicht vollgeleisten wo die hingehört.
00:07:50: also unsere Kinder gehören uns erst einmal nicht
00:07:57: Und in diesem Mama sein, was ja im Grunde genommen ein ganzes Leben lang andauert.
00:08:03: Was ist da wichtig?
00:08:06: Das ist eine gute Frage!
00:08:09: Also erst mal, was wichtig ist die Erkenntnis darüber dass es dann ein lebenslanges Lernen ist weil wir auch als Mama immer wieder von neuem Lernen müssen.
00:08:26: Wie bin ich denn jetzt die beste Mama für dieses kleine Kind, für dieses heranwachsende Kind?
00:08:33: Für diesen jungen Erwachsenen?
00:08:35: Also eine Bereitschaft lebenslang zu lernen und gleichzeitig – das wusste ich erstmal nicht so!
00:08:47: Das habe ich dann erst so verstanden im Laufe der Zeit.
00:08:50: Es ist auch ein immer wieder Abschied nehmen von Versionen, von unseren Kindern die dann ja wie die Schuhe aus denen sie herauswachsen was in einem Alter zwischen sechs und zehn sehr wöchentlich passiert.
00:09:08: Wachsen unsere Kinder dann auch aus diesen Versionen heraus und man weiß immer nicht Wann war jetzt das letzte Mal, dass dein Kind auf deinen Schoß geklettert ist und einfach nur gehalten werden wollte?
00:09:26: Das ist so ein immer wieder Abschied nehmen von Versionen.
00:09:33: Und gleichzeitig dann aber auch zu spüren wie viel Glück da drin steckt wenn man seinen Kindern dabei zuguckt was sie jetzt können, was sie vorher noch nicht gekonnt haben.
00:09:44: Also dieser Zuwachs an nicht nur Körpergröße sondern auch wirklicher Reife und ja also Lernbereitschaft das braucht es und die Fähigkeit immer wieder Abschied zu nehmen
00:10:00: Und ich finde aber, das ist bei einem Kind.
00:10:02: Wenn man Mama ist dieses, wie du sagst, dieses Abschied nehmen dann wieder diese Nähe spüren nicht zu wissen Wann ist es letzte Mal?
00:10:14: Das hat für mich trotzdem oder gerade deswegen ganz viel mit Glück zu tun weil man wird ja auch viel überrascht positiv überrasht und das ist ja was was einfach Ja, was Glück pur bedeutet.
00:10:32: Also insofern ist es schön wenn dieses Glück überwiegt und nicht dieser Abschied und dieses Sehen dass mein Kind groß wird.
00:10:43: Ja
00:10:44: also hast du absolut recht?
00:10:45: Und jetzt so aus etwas rückblickend betrachtet würde ich sagen wenn uns jemand zuhört der da vielleicht etwas hadert mit dem Überlegen soll ich Mama werden oder nicht?
00:10:59: aber dann einfach das Haar dann beiseitelegen und bitte ja einfach Mama werden.
00:11:06: Das ist tatsächlich mit keiner anderen Erfahrung vergleichbar, und da steckt wirklich sehr viel Glück
00:11:17: darin.
00:11:20: Ich würde gerne noch mal zur eigenen Mama kommen?
00:11:22: Ja!
00:11:24: Die ist ja ganz lange da im besten Falle Plötzlich ist sie nicht mehr da.
00:11:31: Und dieses Abschied nehmen, also dieser Prozess auf der einen Seite und dann was dann passiert wenn Sie nicht mehr darist.
00:11:40: das ist so etwas.
00:11:42: Das erklärt einem niemand und ich finde es wäre ein leichtes das zu erklären weil es jeden trifft.
00:11:49: der eine mamma hat
00:11:50: ja
00:11:51: Was was was passiert denn da genau?
00:11:54: Was macht das mit
00:11:55: uns?
00:11:57: Ja Also da würde ich vielleicht zuerst gerne mal über, also wenn ihr unsere Mama nicht mehr da ist.
00:12:06: Dann ist er der... Also wenn wir ein Leben lang ein sehr schwieriges Verhältnis zu unserer eigenen Mutter hatten was passiert?
00:12:20: Man kann auch nicht sagen dass jede Mama immer ihr Bestes gegeben hat.
00:12:24: das stimmt einfach nicht.
00:12:27: Und also eine Form von Abschied kann ja auch sein, dass ich für mich entscheide und beschließe.
00:12:36: Ich breche den Kontakt ab.
00:12:40: Das ist sehr auch so eine ganz besondere Form von Verlust.
00:12:46: Da möchte ich einfach sagen, das kann wirklich der einzig sinnvolle und wahreschritt in das eigene Heilwerden sein, dass man sich von seiner Mutter trennt.
00:13:04: Und dann möchte ich das auch an Mamas, deren Kinder sich von ihnen getrennt haben.
00:13:12: Ich möchte es bitte auch in aller Klarheit sagen – Das ist nicht die erste Baul!
00:13:18: Erwachsene Kinder trennen sich nicht von ihren Müttern als eine erste Idee.
00:13:25: Das ist immer, immer der letzte Ausweg den wir Kinder wählen wenn der Schmerz zu groß war die Vernachlässigung zu groß die Erniedrigungen so groß weil man nichts richtig hat machen können und dann zu sagen jetzt es genug ist die letzte Instanz von Selbstschutz Kein leichter Weg und mit Sicherheit eine sehr, sehr schwere Entscheidung.
00:13:55: Aber ich kann das dann immer nur auch wirklich, wirklich unterstützen.
00:14:00: der eigene Schutz gilt da zu allererst zu bauen.
00:14:05: also das ist mal ein Aspekt.
00:14:07: Der andere Aspekt wenn unsere Mama nicht mehr da ist weil sie verstirbt.
00:14:17: Also es gibt unheimlich viel Literatur über Trauer Und diesen Verlust und da gibt es so Ideen, dass es da Phasen gibt.
00:14:27: Und ich kann ganz ehrlich sagen am Ende sind uns die nicht hilfreich weil jeder erlebt seine Trauer auf seine ganz eigene Art und Weise und wir vermissen dann oftmals auch Kleinigkeiten, die wir mit unseren Müttern geteilt haben.
00:14:45: also ich war beruflich lang auch viel unterwegs und war dann öfters auch abends im Auto ein paar hundert Kilometer vor mir und da wusste ich, da kann ich jetzt meine Mama anrufen weil die lässt für mich dann alles liegen und stehen.
00:15:00: Und freut sich das wir uns über die Erlebnisse der letzten Tage austauschen können und über Dinge philosophieren können und Vergangenheiten aufarbeiten können.
00:15:11: also wie haben diese Zeiten genutzt und sehr genossen?
00:15:16: Das war dann plötzlich nicht mehr möglich und es merke ich heute noch Wir würden sich so verhalten wie meine Mama, als alles liegen und stehen lassen.
00:15:26: Und sich einfach mit mir unterhalten.
00:15:29: Da bin ich noch im Aufbau.
00:15:34: Also wir vermissen unsere Mütter dann in Kleinigkeiten oftmals.
00:15:40: Aber häufig auch in dem Thema.
00:15:42: jetzt kann ich es nicht mehr erzählen was mich gerade beschäftigt und bewegt ... Das führt zu etwas, das hat mich auch irgendwie erst mal verblüfft.
00:15:59: Ich hatte dann so das Gefühl mit dem Verlieren der eigenen Mutter, dass ist die letzte Instanz des eigenen Erwachsenwerdens.
00:16:19: und da gibt es jetzt auch... Da habe ich erst vor ein paar Tagen gelesen eine Studie über wann aus psychologischer Sicht das Gehirn wirklich am Gereiftesten ist.
00:16:34: Also wir hatten ja auch schon mal darüber gesprochen, dass die unser Gehirnen im physiologischen Sinne also wie des so heran treibt und da war es so.
00:16:43: Anfang dreißig haben wir das festgestellt.
00:16:46: Da ist man dann eigentlich so erwachsen.
00:16:48: Aber wenn wir psychologische Faktoren mit hineinrechnen, also einen Sinn von Weisheit, gute Entscheidungen treffen können, abwägen können, mildes sein zu können und ein Konflikt irgendwie gut lösen zu können – da sind wir schon eigentlich bei Anfang fünftzig.
00:17:06: Also zwischen Mitte fünfzig bis Anfang siebzig, da ist unser Gehirn eigentlich erst so richtig erwachsen.
00:17:16: wachsen und das geht für viele von uns halt auch einher mit der Zeit, wo wir Abschied nehmen von unseren eigenen Müttern.
00:17:27: Also ich glaube es schickt uns dann so auf die Reise nochmal richtig jetzt gilt's bis du erwachsen.
00:17:37: Das ist ja, es ist genauso wie du sagst.
00:17:39: Es sind so Kleinigkeiten, die man dann vermisst, die vorher selbstverständlich waren und über die man gar nicht so groß nachgedacht hat.
00:17:48: Man isst auf der Suche ... Und manchmal findet man was?
00:17:52: Und manchmal bleibt die Lücke.
00:17:54: Also ich spreche jetzt mal von mir behaupten.
00:17:57: Aber das ist tatsächlich so!
00:17:59: Ich war noch bis zur letzten Sekunde Kind.
00:18:01: Ja.
00:18:02: In dem Moment in dem ... dass die eigene Mama nicht mehr da ist, war plötzlich ein Gefühl da.
00:18:11: Also ohne das auszusprechen ... Ich glaub jetzt bin ich erwachsen und das macht schon was mit einem, finde ich.
00:18:20: Ja,
00:18:20: ja.
00:18:21: Stimmt.
00:18:22: Aber man ... aber kann auch Glück bedeuten auf dem Weg
00:18:31: in
00:18:31: einen neuen Abschnitt?
00:18:36: Mhm.
00:18:38: Also absolut.
00:18:42: Das bericht mir auch meine Klienten und ich habe das auch bei mir selbst erlebt, da ist dann so eine Zeit, da hat man so das Gefühl es wird einem so zugeguckt bei dem was man da so macht.
00:18:53: ja also in meinem Fall hat sich das immer so angefühlt, als würde jemand auf einer Wohl gesitzen und auch so auf mich herabblicken.
00:19:02: Kindliche Fantasie hilft ja auch in schwierigen Zeiten.
00:19:06: Und dieses Sich da dann eine neue Wirklichkeit zurechtzulegen.
00:19:16: Also ich busse so ein paar Dinge, die für meine Mama immer schwierig waren wenn ich die so gemacht habe das hat dann nicht so viel Lob erzeugt was ja schade ist.
00:19:27: und wenn ich jetzt nachdem sie verstorben war dass es dann so gemacht hab einfach erlaubt, ihr eine ganz andere Reaktion zuzuschreiben.
00:19:44: Dass sie da so wie du jetzt gerade so milde lächeln und nicken, dass sie da auf dieser Wolke sitzt und mir dann von links hinten oben oder rechts hinten oben ... Ja genau das machst der so!
00:19:59: Das ist gut.
00:20:00: also ich habe ihr so eine neue Rolle zuschreiben können.
00:20:07: Da fand ich plötzlich ganz viel Heiterkeit in meinem Umgang mit meiner nicht mehr lebenden Mama.
00:20:16: Und da hinzukommen, das ist halt auch so ein ... Da können wir ganz viele glückliche Momente daraus erzeugen weil es uns vielleicht auch in Richtung Unsinn treibt oder in eine Absurdität, die ja ohne Konsequenzen erst mal ist.
00:20:35: Und wir dürfen so das Skript unserer Mütter selbst in dem Moment neu schreiben und da können wir ganz viel Glück draus bauen.
00:20:54: Karina, ganz bestimmt gibt es noch was?
00:20:59: Was wir noch erfahren könnten von dir, was noch wichtig ist bei dem Thema
00:21:04: Mama.
00:21:07: Ja, also da möchte ich schon noch etwas dir und unseren Hörern mit auf den Weg geben.
00:21:19: Und das ist auch was das sehe ich immer wieder bei mir an der Praxis.
00:21:23: Das ist so ein für mich eher fürchtiger Moment wenn er auftritt.
00:21:29: Wenn wir uns so ... Mit unserem Leben, in unseren Beziehungen, mit unseren Müttern in Richtung Heilung bewegen, weil also nicht jede Mutter-Kind-Beziehung ist geprägt von selbstgebackenen Keksen.
00:21:50: Wenn wir uns da so in der Heilung bewegen was ganz oft dann bemerkt wird es wo unsere Mütter ihre eigenen Wunden hatten Und diese Erkenntnis darüber, dass dann trotz alledem am Ende unsere Mütter unser erstes Land waren.
00:22:21: Die erste Heimat waren die wir so gekannt haben und uns den Weg ins Leben ermöglicht haben.
00:22:30: Da entwickelt sich ein Moment der Milde Und diese Erkenntnis darüber, dass trotz alledem was vorgefallen ist und was Schmerz erzeugt hat und unheimlich viel Leid am Ende darf das eine Milde einziehen.
00:22:53: Die ist ja für uns als Kind und als erwachsen werdender Mensch wieder Dünger von allem was wir dann an Glück bauen können.
00:23:06: Also dieses Verstehen, dass in dem wir Heile werden.
00:23:12: Die Erkenntnis darüber das unsere Mütter auch ihre eigenen Wunden hatten und da vielleicht gar nicht so die Möglichkeit bekommen haben ihrer eigenen Heilung nachzugehen.
00:23:24: also eine milde.
00:23:27: Und dann habe ich noch was aus der Perspektive wenn wir selber Mama sind Ich glaube, eine Botschaft die wir da so unseren Kindern mitgeben dürfen und das ist etwas... Also es kommt aus einer Überlegung heraus weil ich weiß was Mütter durchleiden müssen wenn's ihren eigenen Kindern nicht gut geht bis hin zu ganz dramatischen letzten Schritten.
00:24:07: meinem Sohn schon auch wirklich zu verstehen gegeben und das beiß er auch.
00:24:12: Und es kriegt er immer wieder zu hören, wenn's nicht mehr geht.
00:24:17: also die letzte Anstrengung des letzten Geld Die letzte Kraft, die er noch hat nutzt er dafür um zu mir heimzukommen.
00:24:29: nichts anderes.
00:24:36: Das dürfen wir laut aussprechen, das dürfen wir unseren Kindern mitgeben.
00:24:40: Bevor alles zu viel wird, kommt es zu mir heim und dann finden wir einen Weg unter Lösung.
00:24:49: Weil nichts ist so permanent wie das eigene Kind zu verlieren.
00:24:53: Und da kommen so viele Schuldgefühle mit wenn wir die Botschaft nicht klar gesendet haben also mit dem letzten Geld fast du kaufst dir ein Ticket und kommst heim.
00:25:04: Punkt!
00:25:16: Ja, dann hatte ich noch einen Punkt der ist wieder bezogen auf unsere eigenen Mütter.
00:25:23: also ihr habt es auch immer wieder erlebt und das bericht mir ja auch ganz viele Klienten.
00:25:30: Also es ist einfach ein Phänomen eigentlich dass niemand kann uns so schnell auf die Bäume bringen wie unsere eigene Mama mit einer Geschwindigkeit und einer Treffsicherheit.
00:25:41: Und da hab ich vor Jahren auch mal was gelesen.
00:25:44: Ein Psychologe hat sich in so einer Abhandlung ganz intensiv damit beschäftigt und am Ende hat er ein nettes Fazit gezogen, es ist ja kein Wunder, dass unsere Mütter unsere Knöpfe so exzellent zu drücken wissen weil sie haben sehr installiert.
00:26:08: Sehr nett!
00:26:12: So ist's?
00:26:15: Karina an dieser Stelle erst einmal vielen Dank für diese Reise ins Mama sein und Mama erleben.
00:26:27: Wir kommen zu unserem Ritual, ich schlage ein Brockhaus auf und freue mich darauf was dir dazu einfällt!
00:26:37: Ich habe schon einen Wort
00:26:38: aufgeschlagen
00:26:40: und gefunden.
00:26:50: Ein Amphibienfahrzeug.
00:26:55: erlaubt uns ja, in ganz unterschiedlichen Terrain unterwegs zu sein.
00:27:01: Also auf dem Wasser, am Land und das hat so eine Verwandelbarkeit Und ich glaube wenn wir so richtig Glück hatten haben uns unsere Mamas auch genau das mitgegeben.
00:27:26: Diese Wandelbarkeit und dieses Egal, wie es Terrain aussieht – ob jetzt Wasser oder Land oder Fels – dass wir die Möglichkeiten in uns finden, den Gegebenheiten so anzupassen, dass wir da hinkommen, wo wir hinwollen ist am Phoebeen-Fahrzeug.
00:27:56: Liebe Carina!
00:27:58: Danke dir sehr für dieses, wie ich finde, sehr inspirierende Gespräch zum Thema Mama mit all diesen Facetten
00:28:09: und
00:28:09: hat große Freude gemacht.
00:28:11: Erneut!
00:28:14: Also bevor du zum Ende kommst ein Gedanken möchte ich ganz gerne dazu äußern also mit allem was wir mit unseren Müttern zu erleben vor allen Dingen wenn sie noch da sind dürften wir eigentlich immer das Leben feiern.
00:28:35: Weil sie sind der Grund, warum wir unser Leben haben und also jede Begegnung darf da auch wirklich ein Fest
00:28:44: sein.
00:28:47: Schöner.
00:28:47: könnte man das nicht beenden?
00:28:49: Das lasse ich einfach so stehen!
00:28:50: Vielen Dank Karina und danke allen die unseren Podcast Körners am Sofa lauschen.
00:28:57: Sehr gerne.
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